Vom Vize-Präsi. Taxisektion, Ch. Zellweger

Brief an Taxi- und UBER-Black-Fahrer

Feststellung, am 1. Februar 2017

Die UBER-Fahrer wurden am Anfang ihrer UBER-Karriere von Repräsentanten dieser Firma aktiv umworben und motiviert eine neue, teure Limousine zu kaufen und machten die ersten paar Monate über Fr. 10'000.- Umsatz. Dann machten immer mehr Fahrer diesen Service über UBER - wonach Ihr individueller Umsatz entsprechend sank, weil auch dieser Markt in der Schweiz einer Wachstumsbeschränkung unterworfen ist.
Der massive Einbruch ihrer Umsätze - notabene verursacht von der Firma UBER selbst - erfolgte aber mit der massiven Steigerung der Anzahl von privaten Uber-Pop-Fahrern, welche mit dem Dumping-Preis den ganzen Markt innert wenigen Monaten komplett dominierten. Die Umsätze von Uber-Black-Fahrern reduzierten sich um etwa 80% !! Bekanntlich sind auch die Umsätze der regulären Taxis um ca. 50 bis 75% gesunken ! Und dies auch wegen den illegalen Taxis.

Konsequenterweise jammern nun nicht nur die professionellen Taxifahrer sondern auch die Limousinenfahrer!

Ich selbst habe diesen Chauffeuren sinngemäss gesagt: "Sie fahren nach wie vor für eine in unserem Land illegal agierende Firma und trotz falschen Versprechungen und deren schlechten Behandlung immer noch für UBER.
Obwohl dieselbe Firma an Tausende von privaten Fahrern kommerzielle Aufträge zu Dumpingpreisen vergibt und obwohl dieser Privatservice in Wirklichkeit kommerziell ist und gegen mehrere wichtige Gesetze verstösst. Ihr Arbeitgeber ist Illegal und sie fahren noch immer für UBER !!"

Nun kann man sagen; die Nachfrage des Publikums nach billigen Angeboten ist an dieser Entwicklung schuld.
Aber, dass dieselbe Firma ihren First-class-Service gegen ein eigenes Billigstangebot ausspielt, ist rücksichtslos gegenüber den professionellen Fahrern, welche alle Bedingungen für kommerziellen Personentransport erfüllen und sich bemühen, einen guten Service zu leisten.

Ich habe aber überhaupt kein Mitleid mit diesen Uber-Black-Fahrern.... weil sie sich keine Rechenschaft darüber anstellen, ob ihr Arbeitgeber überhaupt gesetzeskonform agiert in unserem Land.

Ich muss hier wiederum feststellen, dass die Tatenlosigkeit unserer Behörden gegenüber dieser kriminellen Firma absolut inakzeptabel ist !!!! In der Stadt Zürich fahren am Wochenende, nachts Zehntausende von Uber-Pop Fahrern (mit oder ohne Taxischild). In mehreren Ländern wurde das UBER-App gesperrt. Sogar in Bangladesh und Pakistan ist UBER verboten. Nur in unserer "Bananenrepublik" kümmern sich weder Medien, Politiker, Behörden noch Polizei um dieses illegale Krebsgeschwür UBER... !!!!!!!

Konsequenterweise werden immer mehr "rechtschaffende Bürger" unsere eigenen Gesetze missachten und die gesellschaftliche Solidarität vernachlässigen. Unsere eidgenössische Kultur wurde sowieso schon lange mit allgemeinem Egoismus von satten und reichen Bürgern sowie von Politfundamentalisten zerstört. Dass ordnungspolitisch eingegriffen werden müsste, davon wollen unsere verwöhnten Behörden und Politiker nichts wissen. Solange ihr Salär genügend hoch ist und niemand ihre Stelle in Frage stellt, kümmern sie sich nicht mal um ihre ureigensten, staatspolitischen Aufgaben ... .!!!!!

Der Beruf des Taxichauffeurs existiert nicht nur bei der BIGA nicht. Wir sind ein vernachlässigbarer Haufen Dreck und haben in diesem Land keine Chance mehr - wenn nicht sofort UBER verboten wird und wenn nicht sofort Recht wieder hergestellt wird !!!

Mit freundlichen Grüssen, Christof Zellweger, Taxihalter in Zürich seit 1975