Von Mitglied Taxisektion, Ch. Zellweger

Entwurf zu Regeln für Personentransport

31. Januar 2019

Wir brauchen wichtige nationale Regeln für den Personentransport !
Wenn sich viele Unternehmer und Chauffeure (des berufsmässigen Personentransports) auf einen klaren und kurzen Forderungskatalog einigen könnten - hätte dieser ein massgebendes Gewicht bei den Politikern, Behörden, Gewerkschaften und Medien.

Ich plädiere für die folgenden Regeln:

Der berufsmässige Personentransport (121) mit Fahrtenbuch und Fahrtenschreiber muss beibehalten werden.

Zusätzlich sollte jeder dazu verwendete Wagen mit einer gut sichtbaren Anschrift als BPT-Fahrzeug erkennbar sein.

Jeder Arbeitgeber sowie die Selbständigen müssen zu einer kohärenten Abrechnung der Sozialabgaben und Steuern verpflichtet werden.

Selbstverständlich ist auch jeder UBER-Fahrer im berufsmässigen Personentransport unterwegs!

Wenn das - jährlich beim Strassenverkehrsamt vorgeführte - Fahrzeug geprüft wird, könnten die registrierten Plaketten an die Fahrzeuge montiert werden.

Auch Fahrzeuge zum Personenverkehr, welche im Ausland registriert sind, müssen jährlich auf einem Inländischen Strassenverkehrsamt vorgeführt und als solches registriert sein, wenn sie hier eingesetzt werden.

Die Halter müssten auf dem zuständigen Amt alle Fahrtenschreiberblätter ihrer Fahrzeuge sowie alle Fahrtenbücher der Chauffeure, welche im Inland gefahren sind - vom vergangenen Jahr - kontrollbereit vorweisen und die Abrechnungen an den Fiskus sowie jene über die Sozialabgaben belegen.

Beide Nationalrats-Motionen von Nantermod sind strikte abzulehnen.

Im gleichen Zug eines offiziellen Gegenvorschlags kann verlangt werden, dass alle bisher von UBER und Co vergebenen Fahraufträge - welche in den letzten Jahren nach bestehendem Recht in unserem Land ausgeführt wurden - zuerst ordnungsgemäss versteuert und die noch nicht geleisteten Sozialabgaben bezahlt werden !!

Ich war in Zürich etwa 40 Jahre berufsmässig als Taxichauffeur im Dienst. Dann wurden ich und viele meiner Kollegen in unserer Heimat sowie in vielen Städten Weltweit (auch in New York, Madrid usw.) - durch die illegal operierende Firma mit ihren Dumpingpreisen - aus unseren angestammten, lokalen, regionalen und nationalen Dienstleistungs-märkten hinausgedrängt.  Die Ignoranz und/oder Toleranz der zuständigen Behörden und verantwortlichen Politiker sowie die schweigenden Medien ermöglichten dieser Firma ihr respektloses und illegales Vorgehen in allen betroffenen Souveränen Ländern und Städten !!

Ich kann diese Entwicklung in keiner Weise tolerieren.

Wir müssen jetzt unsere existenziellen Probleme wegen der Zerstörung unseres Berufsstandes reklamieren und entsprechend politisch Stellung nehmen. Und wir müssen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln diese kriminelle Firma UBER sofort und nachhaltig bekämpfen.

Die von uns über die harten Fakten unseres Berufsstandes informierten Verantwortungsträger und Politiker sollten uns jetzt endlich anhören und die Konsequenzen ihrer unverantwortlichen Unterlassungen analysieren - bevor die ganze Taxibranche von illegal operierenden Firmen und Fahrern total eliminiert worden ist !!!

Ein bankrotter Taxichauffeur.....
Christof Zellweger
Mitglied der TSZ

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